Wirkungen: Artischockenblätterextrakt hemmt die Biosynthese von Cholesterin in den Leberzellen, die Oxidation von LDL und senkt zudem die Serumlipide. Da oxidiertes LDL-Cholesterin bei der Entstehung der Arteriosklerose eine besondere pathogenetische Rolle spielt, können die Radikalfängereigenschaften der Artischocke als ein wichtiger Aspekt der Prävention bei Fettstoffwechselstörungen angesehen werden. Außerdem konnten cholesterolytische Effekte nachgewiesen werden: atherotische Plaques zeigten unter Behandlung mit Artischockenblättern Rückbildungstendenzen.
Durch die in der Artischocke enthaltenen Bitterstoffe kommt es auch zu einer verstärkten Cholerese, die zu einer Absenkung von Cholesterin im Blut führt, erstens durch die vermehrte Ausscheidung und zweitens durch den erhöhten Verbrauch von Cholesterin für die Gallensäurensynthese. So wird das Serum‑Cholesterin gesenkt. Außerdem wirkt die Artischocke hepatoprotektiv, fördert also die Leberzellregeneration, wohingegen synthetische Lipidsenker die Leber schädigen können!
Indikationen: Die Artischocke ist eine echte Alternative zu synthetischen Lipidsenkern und hat durch ihre signifikante Senkung des Cholesterinspiegels eine präventive Wirkung bei arteriosklerotischen Gefäßveränderungen.
Anwendungsdauer: Artischockenblätter sind ausgezeichnet verträglich und sollten lange angewendet werden (mindestens 6 Wochen). Sie eignen sich für Langzeit- und Dauergebrauch.
Präparate: Hepar SL forte Kps., Kneipp Pflanzenpresssaft Artischocke, Carminagal N-, Cynacur Drg.


