Das Mutterkraut stammt ursprünglich aus dem Orient und dem Mittelmeergebiet. Es wächst in Kulturen oder auch verwildert auf nährstoffreichen Lehmböden und ist eine beliebte Gartenpflanze, die gut ohne Pflege gedeiht und sich stark vermehren kann. Manchmal verschwindet es auch plötzlich ohne ersichtlichen Grund von der Anbaufläche. Tanacetum parthenium ist als Heilpflanze in Deutschland noch weitgehend unbekannt, in Großbritannien, Frankreich und in der Schweiz dagegen sehr verbreitet. Neuerdings wird Parthenii herba aber auch hier in klinischen Untersuchungen getestet, um die Wirksamkeit bei Migräne zu belegen. Dabei konnte eindeutig nachgewiesen werden, dass sich nach 4-monatiger Behandlung mit Partheniumextrakten Anzahl und Intensität von Migräneanfällen signifikant verminderten und die damit verbundene Begleiterscheinung wie Übelkeit und Erbrechen ebenso. Bereits 1772 schrieb der Engländer JoHIN HILL in seinem Buch „The family herbal”: „Beim schlimmsten Kopfschmerz übersteigt dieses Kraut alles was man sonst kennt…”
Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Bitterstoffe.
Wirkungen: Entzündungshemmend, schmerzlindernd, tonisierend. Die ätherischen Öle hemmen die Thrombozytenaggregation und die Prostaglandinsynthese und führen zur verminderten Freisetzung von Serotonin.
Indikationen: Migräne, Kopfschmerzen.
Darreichungsformen: Tee; Tinktur, Fertigpräparat; tägl. 1 Blatt auf einem Butterbrot einnehmen.
Tagesdosis: 1 g Droge.
Nebenwirkungen/Gegenanzeigen: Kontaktallergie, Schwangerschaft.
Präparate: Nemagran (W vor allem bei hormonell bedingter Migräne wirksam). In England, Österreich und der Schweiz ist das Präparat Partenelle erhältlich.
Teezubereitung: 1 TL Droge mit 1 Tasse heißem Wasser übergießen, 7 Min. ziehen lassen und ab-gießen. 3 Tassen tgl. trinken.
Kommission E: keine Monographie erstellt.
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