Mahonie Mahonia aquifolia Mahoniae cortex

Mahonie

Mahonie

Die Mahonie ist ein immergrüner, bis 2 m hoher Strauch mit lackglänzenden Blättern, die der Stechpalme ähneln. Die Pflanze ist im pazifischen Nordamerika heimisch, in unseren Breiten aber häufig als Ziergehölz zu finden. Die kleinen gelben Blütenröschen duften unglaublich süß; die reifen Früchte sind länglich geformt und blauschwarz bereift. Verwendet werden Zubereitungen aus der Rinde.

Inhaltsstoffe: Bisbenzylisochinolin-, Protoberberin- (wie Berberin) und Aporphin-Alkaloide.

Wirkungen: Entzündungswidrig, antiproliferativ (hemmt die übermäßige Teilung der Hautzellen), antibakteriell, antiseborrhoisch (wirkt der Schuppenbildung entgegen). Reguliert die Talgdrüsentätigkeit (d.h. vermindert sie bei Psoriasis), keratolytisch (weicht Verhornungen auf) und mitosehemmend. Studien bestätigen die günstige Wirkung bei Schuppenflechte.

Hinweis: Bei klinischen Untersuchun­gen zeigten sich Zubereitungen aus Mahonienrinde in ihrer antiphlogistischen Wirksamkeit dem her­kömmlich verwendeten Antipsoriatikum Dithranol überlegen. Die Rezidivrate nach Absetzen von Kortikoiden konnte durch Anwendung von Rubisan Creme bzw. Salbe deutlich gesenkt werden.

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Indikationen: Leichte bis mittelschwere Psoriasis, Seborrhoe, Akne vulgaris. Bei trockenen Ausschlägen und Psoriasis zwischen den Schüben.

Darreichungsformen: Zur äußerlichen Anwendung in Cremes und Salben mit 10 % Mahonienrinden-Urtinktur, Mahonia aquifolium homöopathische Urtinktur oral.

Tagesdosis, Äußerliche Anwendung: Cremes mit Urtinktur in 10 %iger Lsg. standardisiert auf einen Gehalt an Berberin von 1 %. Rubisan ist sehr verträglich und gut zur Langzeitanwendung geeignet. Sichtbare Wirkung nach ca. 2 Wochen.

Nebenwirkungen: Zu Beginn der Behandlung leichte Hautrötung oder Brennen möglich. Die Be­schwerden klingen nach kurzer Zeit spontan ab. Selten allergische Hautreaktionen.

Gegenanzeigen: Nicht bekannt.

Präparate: Rubisan Creme oder Salbe (DHU).

Teezubereitung: Keine, wird nur als Fertigpräparat verordnet.

Kommission E: Mahonie wurde von der Kommission E nicht bearbeitet, da es sich um eine in der Homöopathie genutzte Arzneipflanze handelt. Die im Verkehr befindliche Creme und Salbe enthalten 10 % Urtinktur, d.h. es liegt phytochemisch ein allopathisches Arzneimittel vor, auch wenn arzneimittelrechtlich das Präparat zu den homöopathischen Arzneimitteln zählt.