Braunelle, gemeine (PRUNELLA VULGARIS)

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Lateinischer Name prunella vulgaris
Volksnamen Halskraut, Gottheil, Brunelle, St. Antoniakraut
Erntemonat Juni bis September
Verwendbare Pflanzenteile das ganze Kraut
Vorkommen Halbschatten, Sonne, feuchter Lehmboden
Inhaltstoffe Gerbstoffe, Triterpene, Rosmarinsäure, Lignine, Vitamin B, C, K
Eigenschaften antibiotisch, antiviral, blutdrucksenkend, leberschonend
Hilft bei Entzündungen im Hals- und Rachenbereich, Stärkung des Lymphsystems,
Astrologische Zuordnung Saturn, Merkur

Die Braunelle ist in den meisten Teilen Europas, Nordamerika und Asien zu finden. Sie wächst gerne an Wiesen- und Wegrändern.

Ihr  Wuchs ist kriechend und sie bedeckt in kürzester Zeit große Bodenflächen.

Die Brunelle, wie sie im Volksmund auch genannt wird, kann mit dem kriechenden Günsel verwechselt werden, da auch er,  je nach Lage,  rosa blüht. Die Betrachtung der Blätter ist wichtig beim Unterscheiden. Der Günsel hat eine verschmälerte Blattbasis, Braunellenblätter einen Stiel.

Die Verwendung der Braunelle ist leider etwas in Vergessenheit geraten. In der Studie eines chinesischen Mikrobiologen wird berichtet, dass der Braunelle große Wirksamkeit bei der Bekämpfung des Herpesvirus nachgewiesen werden konnte (zumindest beim Schwein). Hier kannst du darüber lesen. https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/s-0031-1286036

Als Blutstillerin oder Wundpflaster kannst du sie in deine Naturapotheke aufnehmen. Ihre Gerbstoffe wirken zusammenziehend bei Verletzungen. Die antibakterielle Wirkung beugt Entzündungen vor.

Durch ihre leicht blutdrucksenkende Wirkung ist sie eine gute Begleitpflanze in einem Blutdrucktee.

Seelenbotschaft

Auf der seelischen Ebene kann sie dir helfen, deine Schwächen und Stärken anzunehmen und alle Persönlichkeitsanteile zu integrieren. So stärkt sie gleichzeitig das Immunsystem.

 

Braunellensalbe

  • 2 Hände voll frischem Kraut
  • 1/2 l Olivenöl

in ein großes Glas geben und mit einem Tuch abgedeckt 3-6 Wochen ziehen lassen.

Du kannst auch einen warmen Auszug machen, falls es schneller gehen muss. Dazu erwärmst du das Gemisch für ca. 2 Stunden im Wasserbad und filterst dann ab.

Nun gibst du:

  • 20 g Lanolin
  • 60 g Braunellenöl
  • 6 g Kakaobutter
  • 6 g Bienenwachs

in ein Glas und erwärmst diese Mischung im Wasserbad, bis alle Anteile geschmolzen sind.  Rühre die Salbe so lange, bis sie erkaltet ist.

Variante 2:

Wenn du bereits eine Tinktur aus Braunelle hergestellt hast, kannst du 20 Tropfen davon einrühren. Aber erst in der Erkaltungsphase.

Du kannst die Salbe zur Linderung bei Herpesblässchen, Ekzemen und juckenden Hautausschlägen anwenden.

Mit Pfefferminze und Melisse gemischt wirkt sie kühlend und beruhigend.

 

Tee

1-2 Teelöffel getrocknetes Kraut mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen und 10-15 Minuten ziehen lassen. Während des Ziehens immer wieder umrühren, damit sich die Gerbstoffe besser lösen können. 3 Tassen pro Tag maximal. Den Tee am besten immer wieder frisch zubereiten.

Braunellentinktur

Das kleingeschnittene Braunellenkraut mit mind. 40% Alkohol übergiessen und 3 Wochen ziehen lassen. In dunkle Flaschen abfiltern.