Bärlauch – der wilde Frühlingsbote für Gefäße und Herz

Wenn im Frühling der Wald nach Knoblauch duftet, beginnt die Bärlauchsaison

Der wilde Verwandte des Knoblauchs (Allium ursinum) gehört zu den beliebtesten Wildkräutern Europas und wird seit Jahrhunderten sowohl kulinarisch als auch in der Naturheilkunde geschätzt.

Seine saftig grünen Blätter erscheinen bereits früh im Jahr und liefern dem Körper nach dem Winter wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe, Mineralstoffe und schwefelhaltige Verbindungen.

Doch Bärlauch überzeugt nicht nur durch seinen Geschmack – er besitzt auch bemerkenswerte gesundheitliche Eigenschaften.

Die wichtigste gesundheitliche Wirkung: Unterstützung für Herz und Gefäße

Ein besonders interessanter gesundheitlicher Vorteil von Bärlauch betrifft das Herz-Kreislauf-System.

Die Pflanze enthält schwefelhaltige Verbindungen wie Alliin und Allicin, die auch im Knoblauch vorkommen. Diese Stoffe können verschiedene positive Effekte auf die Gefäße haben:

  • Förderung der Durchblutung

  • leichte Blutdrucksenkung

  • Unterstützung eines gesunden Cholesterinspiegels

  • Hemmung der Verklumpung von Blutplättchen

Dadurch kann Bärlauch helfen, die Elastizität der Blutgefäße zu erhalten und die Durchblutung zu verbessern. Gerade im Frühling gilt er daher traditionell als ideale Pflanze für eine sanfte Stoffwechsel- und Gefäßkur.

Bärlauch sammeln – darauf solltest du achten

Beim Sammeln von Bärlauch ist eine sichere Bestimmung wichtig, da er mit Maiglöckchen oder Herbstzeitlose verwechselt werden kann.

Typisch für Bärlauch ist:

  • der deutliche Knoblauchgeruch

  • einzelne Blätter mit langem Blattstiel

  • ein mattgrünes Blatt

Sammle nur so viel, wie du wirklich brauchst – damit sich die Bestände gut regenerieren können.

Wissenschaftlicher Hinweis zur Gefäßwirkung

Mehrere Studien weisen darauf hin, dass Extrakte aus Allium ursinum eine antioxidative und gefäßschützende Wirkung besitzen.

Eine Untersuchung der Universität Zürich zeigte beispielsweise, dass Bärlauch-Extrakte die Blutplättchenaggregation hemmen können, was eine mögliche Erklärung für die gefäßschützende Wirkung darstellt.

Auch experimentelle Studien fanden Hinweise darauf, dass Bärlauch:

  • lipidsenkende Effekte

  • antioxidative Eigenschaften

  • und eine Verbesserung der Gefäßfunktion

aufweisen kann.

Quelle (Auswahl):
Sobolewska et al., Journal of Agricultural and Food Chemistry sowie verschiedene pharmakologische Untersuchungen zu Allium ursinum.

Bärlauch-Honig-Senf ein wunderbares Rezept zum Start in die neue Bärlauchsaison

Die Kombination aus frischem Bärlauch, Senf und Honig ist eine unglaublich harmonische Verbindung aus Süße, milder Schärfe und feinem Knoblaucharoma.

Zutaten

  • 30 g Bärlauchblätter
  • 200 g Senf, mittelscharf
  • 40 g Wald- oder Blütenhonig, aus der Region
  • 1 TL Meersalz
  • 4 EL Olivenöl

Zubereitung

  1. Bärlauch sammeln, waschen und in der Salatschleuder trocknen, anschließend grob hacken.
  2. Gehackte Blätter in ein hohes Gefäß geben und zusammen mit dem Olivenöl und dem Salz fein pürieren.
  3. Senf in eine Schüssel geben, den Honig im Wasserbad etwas erwärmen und danach unter den Senf mischen.
  4. Anschließend die fein pürierte Bärlauchpaste gleichmäßig unter die Honig-Senf- Mischung  rühren.
  5. Zum Schluss den fertigen Senf in mehrere kleine Gläschen füllen und mit einem hübschen Etikett verzieren.

 

Tipp
Der Senf ist ein schönes Mitbringsel oder Geschenk aus der Küche und kann sofort verzehrt werden.  Besonders gut schmeckt er zu geräuchertem Lachs,  Fischgerichten und gekochten Eiern, in Salatdressings und Soßen. Ungeöffnet, dunkel und kühl gelagert ist er mehrere Monate haltbar, nach dem Öffnen sollte er im Kühlschrank aufbewahrt werden.

 

 

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