Von afrikanischen Medizinmännern stammt das Wissen über dieses Schwalbenwurzgewächs, das sie seit langem gegen Durchfall und Regelbeschwerden verwendeten.
Inhaltsstoffe: Gerbstoffe, Glykoside mit Cardenolidgrundgerüst (Uzarin, Xysmalorin), Flavonoide.
Wirkungen: Durchfall- und peristaltikhemmend, krampflösend, brechreizlindernd, digitalisähnliche Wirkungen. Über den Nervus Vagus wird die Krampfneigung vermindert und die beschleunigte Passage verlangsamt, ohne die Selbstreinigungsfunktion des Darmes abrupt zu unterbrechen. Die Darmtätigkeit wird gedämpft, der Tonus bleibt erhalten.
Indikationen: Akute, unspezifische virale Durchfallerkrankungen, Reisediarrhoe, Brechdurchfall. Bei Anwendung der Uzarawurzel wird die Darmflora erfahrungsgemäß geschont. Uzarawurzel hat sich auch in der Pädiatrie bewährt, sogar bei schweren Brechdurchfällen oder „Tropendurchfällen“.
Darreichungsformen: Nur standardisierte Fertigpräparate aufgrund der herzwirksamen Glykoside!
Tagesdosis: 1 g Droge bzw. 75 mg Gesamtglykoside für Erwachsene.
Nebenwirkungen: Bei sachgemäßer Dosierung nicht bekannt.
Gegenanzeigen: Gleichzeitige Therapie mit Herzglykosiden.
Präparate: Uzara Drg. und Tr.
Kommission E: Unspezifische, akute Durchfallerkrankungen.

