Umgangssprachlicher Name: Knewelauch
Sonstige, umgangssprachliche Namen: Knuflook , Knuflauk, Gnuwwluch, Knewelauch, Knoblich
Blütezeit: Ende Juni bis August
Sammelgut: Zwiebel
Sammelzeit: September bis Oktober
Herkunft: Nordafrika, Vorderasien, Südeuropa
Standort: kultiviert in Gärten und auf Feldern
Wirkung: Man vergleicht die Wirkung von Knoblauch mit der von Penicillin. Allicin hemmt noch in einer Verdünnung von 1:125.000 das Wachstum verschiedener Pathogener Bakterien von Staphylokokken und Salmonellen. Nach neueren Untersuchungen der Freien Universität Berlin wirken die flüchtigen Öle des Knoblauchs selbst auf größere Distanz keimhemmend und bakterizid. Auch gegen Grippeviren erweist sich Knoblauch als hilfreich. Es soll laut Studien Influenzaviren Typ A und B, Parainfluenza 3 sowie das Schnupfenvirus Rhino 2 mit 99%iger Sicherheit abtöten.
Die Droge wirkt antibakteriell, antimykotisch (Mykose = Pilzerkrankung) und lipidsenkend (fettgehaltsenkend). Außerdem wird eine Hemmung der Thrombozytenaggregation, eine Verlängerung der Blutgerinnungszeit und eine Steigerung der fibrinolytischen (Fibringerinnsel lösend) Aktivität bewirkt.
Nebenwirkung: Selten Magen-Darmbeschwerden, allergische Reaktionen.
Anwendung: Zur Unterstützung diätetischer Maßnahmen bei Erhöhung der Blutfettwerte. Zur Vorbeugung altersbedingter Gefäßveränderungen.
Dosierung: Soweit nicht anders verordnet:
Mittlere Tagesdosis: 4g frische Knoblauchzwiebel; Zubereitungen entsprechend.
Art der Anwendung: Zerkleinerte Droge und deren Zubereitungen zum Einnehmen.
Besondere Hinweise: Die Droge bewirkt eine Veränderung des Geruchs von Haut und Atemluft.
Wirkstoff/Droge: Knoblauchzwiebel, bestehend aus den frischen oder schonend getrockneten Sprosszwiebeln, die sich aus einer Hauptzwiebel und mehreren Nebenzwiebeln zusammensetzen, von Allium sativum LINNÉ, sowie deren Zubereitungen in wirksamer Dosierung. Knoblauchzwiebeln enthalten Alliin (S-Allycysteinsulfoxid) und/oder dessen Abbauprodukte. Aus Alliin entsteht Allicin, welches weiter metabolisiert wird zu: Vinyldithiinen, Ajoenen und Dialkyloligosulfiden. Das durch Wasserdampfdestillation gewonnene ätherische Knoblauchöl besteht zum größten Teil aus Diallylsulfid, Diallyldisulfid, Diallyltrisulfid und Diallyltetrasulfid. Desweiteren enthält die Droge gamma-Glutamylpeptide, Adenosin, Scordinine (glykosidische Peptide), Fructane; Steroidsaponine.
Präparate:
- Bad Heilbrunner Ginseng Gelée Royale Heilpflanzen Dragées N Methusan Knoblauch Dragées (Richter’s)
- Aktiv Kapseln – Knoblauch Aktiv-Kombination (Klosterfrau)
- Ilja Rogoff Forte
- Knoblauch mit Mistel + Weißdorn Kapseln (Doppel Herz)
- Knoblauch Kapseln + Mistel + Weißdorn (Sanhelios)
- Kwai N
- Ravalgen aktiv
Hausrezept: Ein kleines Stück Brot mit Butter und Honig bestreichen, dick Thymian darüber streuen und ½ Knoblauchzehe drauf legen. 3 x tgl. essen.


