Esche (fraxinus excelsior)

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Lateinischer Name Fraxinus excelsior
Volksnamen Geisbaum, Asche, Wundholz
Erntezeit Frühjahr und Herbst
Verwendbare Pflanzenteile Blätter, Rinde und Samen
Vorkommen in feuchten Wäldern (Auen-, Schlucht und Laubwäldern), an Bach- und Flussufern, bevorzugt feuchte Standorte
Inhaltstoffe ätherisches Öl, Bitterstoffe, Cumarine, Gerbstoffe, Flavonoide, Harze, Rutin, Quercitrin
Eigenschaften blutstillend, fiebersenkend, harntreibend, kräftigend, stopfend, zusammenziehend
Hilft bei Blasenerschlaffung, chronischem Muskelrheuma, Lebererkrankungen, Gicht, Gelbsucht, Steinleiden (Blasenstein, Nierengrieß,  Verstopfung, Fieber, Räude und Krätze, Hexenschuss, Nierenleiden

Esche

Tee

2 Esslöffel Rinde oder Blätter mit 250 ml kalten Wasser aufstellen und bis zum Sieden erhitzen, kurz ziehen lassen, danach abseihen. Die Blätter nicht kochen, nur aufgießen. 3 x täglich eine Tasse trinken.

Tees aus Eschenprodukten schmecken nicht wirklich gut. Um den Geschmack des Tees zu verbessern, kann man etwas Majoran oder andere Kräuter zufügen.

Tinktur

2 Esslöffel getrocknete Blätter mit 100 ml Weißwein ansetzen und 10 Tage an einen kühlen Ort stellen, danach durch einen feinen Filter abgießen und die Blätter dabei gut auspressen. In eine dunkle Flasche füllen und kühl lagern. Je ein Gläschen zu den Hauptmahlzeiten wirkt abführend.

Einreibung bei rheumatischen Beschwerden

2 Esslöffel Eschensamen in 250 ml Obstschnaps oder Branntwein ansetzen. 8 Tage an einem warmen Platz (sonnige Fensterbank) stehen lassen, danach abfiltern. Schmerzende Stellen mit der Tinktur einreichen. Die Tinktur ist nicht zum Trinken geeignet.

Einreibung bei Hexenschuss

Zu je gleichen Teilen Eschesamen, Pfefferminze, Melisse mischen und in ein großes Glas mit Schraubdeckel füllen. Kräuter mit hochprozentigem Alkohol (Korn oder Obstschnaps) übergießen. Glas in die Sonne stellen und 4 Wochen ziehen lassen, dabei das Glas regelmäßig schütteln. Zum Schluss abseihen und die Kräuter dabei gut auspressen. Bei Bedarf mehrmals täglich einreiben.

Hildegard

“Wider die Gicht an den Gelenken koche Eschblätter in Wasser und lege sie auf die Stellen, die am meisten betroffen sind. Wickle leinernes Tuch darum und lasse alles solange als möglich am Leib.”

In der Küche

  • Sprösslinge und Blätter ab April schmecken in Salaten und Gemüsegerichten.
  • Aus den getrockneten jungen Früchten wird ein Mehl als Bitterstofflieferant gemahlen.
  • Von Juni-Juli werden die unreifen, noch weichen Früchte gekocht. Das Kochwasser muss mehrmals gewechselt werden, um die Bitterstoffe herauszufiltern. Die gekochten Früchte kann man als Gemüse-Füllungen verwenden oder wie Kapern einlegen.
  • Die Samen ab August werden getrocknet, gemahlen und als Backgewürz verwendet.
  • Von Mai-August verwendet man die reifen Blätter als Tee.

 

Die Esche schmeckt sehr bitter und verleiht Gerichten eine strenge Note.

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