Gedünstete Wildkräuter nach griechischer Art

Gedünstete Wildkräuter „Tsigareli“ nach griechischer Art, eine pikante Vorspeise mit vielen verschiedenen Wildkräutern deiner Wahl.

In Griechenland gehören Wildkräuter seit Jahrhunderten zur traditionellen Küche. Unter dem Namen „Horta“ werden zahlreiche essbare Wildpflanzen gesammelt, gedünstet oder gekocht und mit hochwertigem Olivenöl serviert. Dieses Rezept bringt ein Stück mediterrane Wildkräuterküche auf den Teller und zeigt, wie vielfältig heimische Wildpflanzen verwendet werden können.

 

Warum Wildkräuter in der mediterranen Küche so beliebt sind

Wildkräuter bereichern den Speiseplan nicht nur geschmacklich, sondern liefern auch eine Vielzahl an Bitterstoffen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen. In vielen Regionen Griechenlands, Kretas und des Mittelmeerraums gehören sie bis heute selbstverständlich zur Alltagsküche. Während bei uns oft Kopfsalat auf dem Teller landet, werden dort Löwenzahn, Wegwarte, Fenchelgrün oder andere Wildpflanzen als Delikatesse geschätzt.

 

Zutaten

  • 500 g verschiedene Wildkräuter (z.B. Löwenzahn, Brennnessel, Giersch, Spitzwegerich, Gundelrebe, Sauerampfer, Bärlauch, Vogelmiere, Knoblauchsrauke o.a)
  • 250 Mangold
  • 500 g Spinat
  • 1/2 Bund glatte Petersilie
  • ein kleines Bund Dill
  • ein kleines Fenchelgrün
  • 3 Stiele Pfefferminze
  • 6-8 Frühlingszwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • eine Dose Tomatenmark
  • 1 EL Paprika edelsüß.
  • 1/2  TL Piment d`Espelette oder etwas Cayennepfeffer
  • 1/2 TL schwarzen Pfeffer, gemahlen
  • 1-2 TL Meersalz
  • 1 Tasse Olivenöl

 

Welche Wildkräuter eignen sich besonders?

Besonders gut eignen sich junge Blätter von Löwenzahn, Giersch, Brennnessel, Vogelmiere, Spitzwegerich, Knoblauchsrauke, Sauerampfer oder Gundermann. Die Mischung darf je nach Jahreszeit und Geschmack variieren. Gerade diese Vielfalt macht den besonderen Reiz des Gerichts aus.

 

Zubereitung

  1. Wildkräuter sammeln,  verlesen, waschen und in einem Sieb abtropfen lassen. Grobe Stängel z.B.  von Spitzwegerich, Brennnesseln und Pfefferminze abschneiden.
  2. Mangold und Spinat waschen, Mangold halbieren. Frühlingszwiebeln in grobe Ringe schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken.  Fenchelgrün, Dill und Petersilie waschen und grob hacken.
  3. Einen sehr großen Topf nehmen und die Hälfte der Wildkräuter und die Hälfte von Mangold, Spinat und  Frühlingszwiebeln in den Topf geben und mit den Händen runterdrücken, danach den Dill, die Petersilie, das Fenchelgrün, die Pfefferminze, das Tomatenmark und alle Gewürze zufügen.
  4. Anschließend die andere Hälfte der Wildkräuter und die andere Hälfte von Mangold, Spinat und Frühlingszwiebeln in den Topf schichten.
  5. Zum Schluss das Olivenöl zufügen und das Gemüse auf kleiner Hitze mit geschlossenem Deckel ca. 10 Minuten dünsten lassen, danach einmal durchrühren und weitere 20 Minuten dünsten lassen, bis das Gemüse gar ist.

 

Was macht dieses Gericht so besonders?

Anders als viele klassische Gemüsegerichte lebt Tsigareli von der Vielfalt der verwendeten Kräuter. Jede Pflanze bringt ihre eigenen Aromen mit: Die leichte Bitterkeit des Löwenzahns, die Würze der Knoblauchsrauke, die Frische der Pfefferminze oder das feine Aroma von Dill und Fenchel ergeben zusammen ein außergewöhnliches Geschmackserlebnis.

Tipp
Es können verschiedene Wildkräuter je nach Verfügbarkeit verwendet werden.  Stehen nicht genügend Wildkräuter zur Verfügung, einfach die Mengen von Mangold und Spinat erhöhen. Wir mögen dazu frisches Pitabrot und würzigen Fetakäse.

Serviervorschläge

Tsigareli schmeckt sowohl warm als auch lauwarm. In Griechenland wird es häufig als Vorspeise serviert. Es passt hervorragend zu Feta, Schafskäse, Oliven, frischem Brot oder gegrilltem Gemüse. Auch als Beilage zu Fischgerichten ist es sehr beliebt.

 

Gedünstete Wildkräuter nach griechischer Art zeigen eindrucksvoll, wie vielseitig unsere heimischen Wildpflanzen verwendet werden können. Das Rezept verbindet traditionelle mediterrane Küche mit der Fülle der heimischen Natur und lädt dazu ein, neue Geschmackserlebnisse zu entdecken.

 

Hier findest du weiter Infos und Rezepte zu Wildkräuter:

 

Möchtest du mehr über Pflanzen lernen, dann schau doch mal hier:

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.