Koriander Coriandrum sativum Coriandri fructus (M)

Koriander

Koriander

Die Heimat des Korianders liegt im östlichen Mittelmeergebiet, dem Vorderen Orient und in Nordaf­rika. Er gehört zu den alt angesehenen Heilgewächsen, schon vor 3500 Jahren war er bei den Ägyp­tern beliebt. Dort nahm man die zerstoßenen Samen bei Schlaflosigkeit, bei Verstopfung und auch als Aphrodisiakum. Im alten China glaubte man, dass der Verzehr von Koriandersamen Unsterblichkeit verleihe.

Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, fettes Öl, Eiweiß, Kaffeesäurederivate.

Wirkungen: Appetitanregend, sekretionsfördernd, krampflösend und blähungswidrig. Zur Ausleitung von Schwermetallen.

Indikationen: Verdauungsbeschwerden mit Völlegefühl und Blähungen.

Darreichungsformen: Tee, Tinktur, Gewürz. Bestandteil von „Lebenselexieren” wie Melissengeist, Karthäuserlikör oder „Danziger Goldwasser”.

Tagesdosis: 3 g Droge.

Nebenwirkungen/Gegenanzeigen: Nicht bekannt.

Präparate: Carminativum Babynos Blähungstropfen (mit Fenchel, Kamille).

Teezubereitung: 1 TL (2,3 g) frisch zerstoßene Früchte mit 1 Tasse heißem Wasser überbrühen, be­deckt 7 Min. ziehen lassen und abgießen.

Kommission E: Appetitlosigkeit, dyspeptische Beschwerden.