Petersilie Petroselium crispum Petroselini herba /-radix (M)

Petersilie

Petersilie

Als Küchenkraut fast jedem bekannt, ist sie als Heilpflanze noch im Hintertreffen. Dank ihrer ätherischen Öle ein hervorragendes, mildes und krampflösendes Aquaretikum. Allerdings werden nur Blatt und Wurzel der Pflanze medizinisch verwendet. Die Samen der Petersilie enthalten sehr viel ätherisches Öl mit dem giftigen Apiol, das abortive Wirkungen besitzt; bei Missbrauch kommt es zu Nervenschädigung und Lähmungen.

 

Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Flavonoide, Furanocumarine, Terpene.

Wirkungen: harntreibend.

Indikationen: Durchspülungstherapie bei Erkrankungen der ableitenden Harnwege; Nierengries.

Darreichungsformen: Tee (aus Blättern und Wurzeln), Petersilienwein (Hl. Hildegard), Präparate.

Tagesdosis: 6 g Droge. Als Küchengewürz wird üblicherweise keine therapeutische Dosis erreicht.

Nebenwirkungen: Photosensibilisierung und seltene allergische Reaktionen möglich. Gegenanzeigen: Schwangerschaft, entzündliche Nierenerkrankungen, Ödeme infolge eingeschränkter Herz- oder Nierentätigkeit.

Präparate: Kneipp Petersilie Tbl. N, Asparagus P Tbl. (mit Spargelwurzelstock), Nephro-loges Flüss. (mit Schachtelhalm, Goldrute, Hauhechel).

Teezubereitung: 1-2 TL Blätter und Wurzeln mit 1 Tasse heißem Wasser übergießen und 15 Minuten ziehen lassen. 2-3 Tassen pro Tag trinken.

Kommission E: Durchspülung bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege; vorbeugend bei Nierengrieß.