Quecke Agropyron repens L. Graminis rhizoma (M)

Quecken sind eher als lästiges „Unkraut“ berühmt denn als Heilkraut, und doch besitzen ihre ausdau­ernden Wurzeln eine enorme Heilkraft.

Inhaltsstoffe: Ätherische Öle mit Thymol, Carvacrol, Carvon u.a., Saponine, Triticin (dem Inulin verwandtes Polysaccharid), Fettsäuren.

Wirkungen: Harntreibend, keimhemmend.

Indikationen: Zur Durchspülung bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege und vorbeugend bei Nierengrieß. In der Erfahrungsheilkunde wird die Queckenwurzel auch bei Bronchitis angewendet sowie begleitend beim gutartigen Prostataadenom im Stadium I-11.

Darreichungsformen: Tee, Präparate.

Tagesdosis: 6-9 g Droge. Auf ausreichende zusätzliche Flüssigkeit achten.

Nebenwirkungen: Keine.

Gegenanzeigen: Ödeme infolge eingeschränkter Herz- oder Nierenfunktion.

Präparate: Acorustropfen, Uroflux S Blasen-Nierentee (mit Bärentraube, Birke, Brennnessel, Hage­buttenschalen, Süßholz).

Teezubereitung: 1 TL fein geschnittene Droge mit 1 Tasse kochendem Wasser überbrühen und be­deckt 15 Minuten ziehen lassen. Über den Tag verteilt 3-5 Tassen trinken.

Kommission E: Durchspülung bei entzündlichen Harnwegsinfekten; vorbeugend bei Nierengrieß.