Ringelblume Calendula officinalis Calendulae flos (M)

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Ringelblume

Ringelblume

„Sponsa solis:

Sonnenbraut“ wird die Ringelblume genannt, weil sie mit ihren gelben und orangeroten Blüten-Sonnen den ganzen Sommer über aus Gärten leuchtet. Ist die Ringelblume verblüht, kringeln sich im Blütenkörbchen ihre Samen. Calendula (von lat. „Calendis: Monate”) heißt sie, weil sie die Sonnenbewegung wie ein Kalender angibt: Die Blüte geht mit der Sonne „auf und unter”. Calendula ist eine Zierde für jeden Garten, sie gedeiht mühelos, und die Ernte für die Hausapotheke ist genauso einfach: an sonnigen Tagen die voll erblühten Blütenköpfchen am frühen Mittag sammeln und trock­nen. Die gefüllten orangeroten Sorten enthalten besonders viel heilkräftige Wirkstoffe (Carotinoide). Übrigens, im Kelch und in den Röhrenblüten sind 10-mal mehr ätherische Ole enthalten als „nur” in den Zungenblüten, und außerdem noch Allantonin. Apothekenware hält nur Blütenblätter parat, deshalb lohnt es sich die Blütenköpfchen selbst zu sammeln! Ihre Eigenschaft, Wunden schnell und kom­plikationslos abheilen zu lassen, machten sie zu einer der bekanntesten Wundheilpflanzen. Inhaltsstoffe: Triterpensaponine, Flavonoide, Carotinoide, Triterpenalkohole, Polysaccharide (Schleime), ätherisches Öl.

Wirkungen: Entzündungshemmend, wundheilungs- und granulationsfördernd, außerdem lymphabflußfördernd, antiödematös, antibakteriell, virustatisch und fungistatisch.

Indikationen, äußerliche Anwendung: Entzündungen von Haut und Schleimhaut, Geschwüre, Ekze­me. Schlecht heilende Wunden wie Quetsch-, Schlag-, Schnitt-, Biss- und Risswunden, Dekubitus (Wundliegen), Abszesse, Furunkel, Verbrennungen und Erfrierungen heilen komplikationslos aus. Brustdrüsenentzündung, wunde Kinderpopos, aufgeschürfte Knie oder trockene, rissige Hände und Lippen, Venenentzündungen. Bei brustamputierten Frauen Handbad mit Ringelblumentinktur oder – tee und anschließend die Hände dick mit Ringelblumensalbe eincremen. Augenlotion bei Bindehaut­entzündung. Zur Reinigung und Anfangsbehandlung feuchte Auflagen (Tee, Tinktur), später Salbe. Darreichungsformen: Tee, Öl, Salben, Tinktur, Fertigpräparate.

Für Umschläge, Bäder, Verbände, Kompressen, Gurgelmittel.

Tagesdosis: 1-2 g Droge / 1 Tasse Wasser (150 ml) oder 1-2 TL (2-4 ml) Tinktur auf ¼-1/2 1 Wasser. Nebenwirkungen/Gegenanzeigen: Nicht bekannt. Bei Atopikern, Allergikern und Ulcus cruris auf (äußerst seltene!!) Korbblütlerallergie achten.

Präparate: Calendumed Gel, Creme oder Salbe, Calendula Essenz von Wala und Weleda, Calendula 20% Echinacea 1% von Weleda, Calendula Echinacea Salbe (mit purpurfarbenem Sonnenhutkraut), Traumeel S Salbe (mit Arnika D3, Hamamelis 0, Echinacea angustifolia 0, Echinacea purpurea 0, Chamomilla 0, Symphytum D4, Bellis perennis 0, Hypericum D6, Millefolium 0, Aconitum D1, Belladonna D1, Mercurius solubilis D6, Hepar sulfuris D6).

Teezubereitung: 1-2 TL (ca. 1,6 g) Droge mit 150 ml kochendem Wasser übergießen, 7 Min. ziehen lassen und abgießen.

Kommission E: Innere lokale Anwendung: Entzündliche Veränderungen der Mund- und Rachenschleimhaut. Äußere Anwen­dung: Wunden, auch mit schlechter Heilungstendenz Ulcus cruris.

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