Zirbe – Weihrauch der Alpen

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Zirben unterscheiden sich von ihren Kiefergeschwistern durch ihre hohe Lebenserwartung von 500 in seltenen Fällen sogar bis 1000 Jahren. Baum der Ewigkeit nennt man sie auch. Sie trägt ein dichteres Nadelkleid und ist deutlich biegsamer.

Ihre unglaubliche Regenerationskraft ist hervorstechend. Wenn es durch Sturm und andere Witterungen zu Verletzungen kommt, repariert das Harz ihre Verletzungen. Pinosylvin heißt der Inhaltsstoff, der die Wunden heilen lässt.

Er war Bestandteil des traditionellen Karpathenbalsams, der heute regional noch als Heil- und Zugsalbe Verwendung findet.

Der unverwechselbare Duft von Zirbenholz

Selbst bei Jahrzehnten alten Gegenständen kann man den Duft des Holzes noch wahrnehmen. Der aromatisch-würzige Geruch ist nach Aussage von Kennern auch nach 300 Jahren noch abgeschwächt wahrzunehmen.

Die Wirkung des Zirbenholzes

Aus Zirbenholz gefertigte Betten und Möbel waren früher in den Bergen üblich. Sicherlich, weil die Zirbe zur Vegetation der Alpen und Karpaten gehört, aber die Menschen nahmen und nehmen auch die beruhigende Wirkung des Holzes wahr.

Prof. Dr. Maximilian Moser konnte in einer Studie zur Schlafqualität zukünftiger Astronauten nachweisen, das Zirbenholz – im Vergleich zu anderen Holzarten – einen ruhigen und gesundheitsfördernden Schlaf gewährleistet.

Noch ein weiterer positiver Effekt ergab sich: die Herzschlagfrequenz der meisten Studienteilnehmer war während des Schlafes niedriger, als die der Schläfer in Betten aus anderem Holz.

Für den unermüdlich arbeitenden Herzmuskel eine deutliche Entlastung.  Er kann sich in der Nacht erholen.

Zirbenöl für Körper und Seele

Da sich nicht jeder so glücklich schätzen kann, in einem Bett aus Zirbenholz zu schlafen , können wir ätherisches Zirbenöl anwenden, um in den Genuss der beruhigenden Wirkung zu kommen.

Gibt man vor dem Schlafengehen 1 bis 2 Tropfen des ätherischen Zirbenöls auf Decke oder Kopfkissen, kann ein ähnlicher Effekt erzielt werden.

 

Herstellung des Zirbenöls

Harz, Holz, Nadeln und auch die äußere Schicht der Zirbenzapfen werden für die Herstellung des ätherischen Öls verwendet.

Durch Wasserdampfdestillation entlockt man den Pflanzenteilen auf schonende Weise das wertvolle Öl.

Pinosylvin , das dem krebszelllhemmenden Resveratol ähnlich ist, hat mengenmäßig den höchsten Anteil, gefolgt von a- und b-Pinene, Cineol, Terpinolen und weiteren heilsamen Inhaltstoffen, die sich nicht nur lindernd auf körperliche Beschwerden auswirken, sondern auch Körper und Geist positiv beeinflussen.

Zirbenöl sollte man in seiner reinen Art anwenden. Achten Sie beim Kauf darauf, das „Pinus cembra“ aus der Dampfdestillation gewonnen wurde. Oftmals wird Zirbenöl mit anderen günstigeren Kiefernölen gestreckt, was die Wirksamkeit verändert.

Gut zu wissen, dass für die Herstellung des Zirbenöls keine Bäume gefällt werden, sondern dass das verwendete Destillationsmaterial aus Restprodukten der Zirbenholzverarbeitung gewonnen wird.

Mittlerweile unterliegt das Fällen von Zirbenbäumen strengen Naturschutzbestimmungen.

 

Mit Zirbenöl Atemwegserkrankungen behandeln

Zirbenöl sticht durch seine entzündungshemmenden, antiviralen und antibakteriellen Eigenschaften hervor. Anwenden kann man das Öl bei Husten, Nasennebenhöhlen- und Stirnhöhlenbeschwerden.

 

Dampf- und Trockeninhalation

Für eine Dampfinhalation gibt man ca. 2 l Wasser in ein großes Gefäß (z.B. Schüssel) und fügt 3 bis 5 Tropfen Zirbenöl dazu. Nun eine Decke oder ein großes Handtuch über Kopf und Schüssel legen und mindestens 10 Minuten die aufsteigenden Dämpfe einatmen.

Danach sollte man kalte Zugluft meiden, etwas nachruhen und die Wirkung genießen.

Wenn wenig Zeit zur Verfügung steht, kann man sich auch mit einer Trockeninhalation helfen. Hierzu einfach ein paar Tropfen des Zirbenöls auf ein Taschentuch geben, unter die Nase halten und tief einatmen.

 

Zirbenbad

Wenn der Tag besonders anstrengend oder stressig war, kann man sich mit einem Zirbenbad belohnen.

15 Tropfen Zirbenöl mit wahlweise vier Esslöffeln Sahne, Heilerde, Milch oder Salz vermischt ins Wasser geben. Sie sorgen dafür, dass sich das ätherische Öl mit dem Wasser verbinden kann. Ohne Emulgatoren würde es nur auf der Oberfläche schwimmen und kaum über die Haut aufgenommen.

Zirbenöl regt die Dopaminproduktion an. Dopamin wirkt stimmungsaufhellend und positiv auf das seelische Gleichgewicht.

Bei einer Erkältung wirkt das Bad auch gleichzeitig lindernd auf die Symptome.

 

Zirbenöl bei Muskel-, Gelenk- und Nervenschmerzen

Ätherische Öle werden bei äußerer Anwendung über die Haut aufgenommen. Ein schönes Beispiel ist der Knoblauch. Reibt man mit einer Knoblauchzehe die Fußsohle ein, kann man nach kürzester Zeit Knoblauchgeruch in der Atemluft wahrnehmen.

Keinesfalls sollte man aber für die äußere Anwendung das Zirbenöl unverdünnt nehmen. Die Trägersubstanz sollte ein gutes pflanzliches Öl sein.

Für ein wohltuendes Hautöl 5 bis 10 Tropfen Zirbelöl in das Öl ihrer Wahl geben. Das könnte z.B. Avocadoöl, Jojoba- oder Mandelöl sein. Die Mischung ist wunderbar für Massagen und Einreibungen geeignet. Sie wirkt durchblutend, wärmend und hilft bei Gelenkschmerzen und Muskelverspannungen.

Auch bei Nervenschmerzen kann man eine Waschung oder Umschläge mit Zirbenöl ausprobieren.

Dazu 10 bis 20 Tropfen des Öls in eine Tasse mit heißem Wasser geben. Ein Baumwollläppchen eintauchen und auf die schmerzende Stelle legen.

Sollten Sie zu Allergien neigen, machen Sie vorher einen Verträglichkeitstest. Tragen sie das Hautöl im Bereich des Innenarms auf. Wenn sich nach 24 Stunden keine Rötung zeigt, können sie das Öl verwenden.

Wichtig:

Verzichten Sie vorsichtshalber auf die Anwendung bei Babys, Kleinkindern, Schwangeren und stillenden Müttern. Ätherische Öle sind stark konzentrierte Essenzen und sollten sehr vorsichtig angewendet und dosiert werden.

 

Wohnräume reinigen

Negative Stimmungen wie z.B. Ängste, Sorgen, Trauer, Streitigkeiten können sich auf die Atmosphäre eines Raumes auswirken. Dafür sind u.a. Pheromone verantwortlich, die eigentlich in der Natur als Lockstoffe gelten, aber auch freigesetzt werden, wenn sich Menschen in negativen Situationen befinden.

Man weiß heute, dass sich die biomagnetischen Felder des Körpers positiv aufladen können. Durch das Beduften eines Raumes mit ätherischen Ölen, können wir den Raum energetisieren.

Offensichtlich hat Hildegard von Bingen dies intuitiv wahrgenommen. Sie verräucherte das Harz der Zirbe.

Meine Empfehlungen für reines Zirbenöl

Taosasis Zirbenöl

Primavera life Zirbenöl

 

Literatur:

Prof. Dr. Maximilian Moser Das Geheimnis der Zirbe

Prof. Dr. Maximilian Moser Die sanfte Medizin der Bäume – Gesund leben mit altem und neuen Wissen

 

 

 

 

 

 

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