| Lateinischer Name | Digitalis purpurea (tödlich giftig) |
| Volksnamen | Fingerkraut, Fuchskraut, Liebfrauenhandschuh, Schwulstkraut, Waldglöckchen, Waldschelle |
| Erntezeit | Mai-Juni |
| Verwendbare Pflanzenteile | Blätter |
| Vorkommen | auf und an Rändern von Lichtungen, seltener in Wäldern |
| Inhaltstoffe | Glykoside (Digitoxin, Digoxin, Gitoxin), Saponine (Digitonin) |
| Eigenschaften | herzstärkend |
| Hilft bei | unregelmäßiger Herztätigkeit, Herzrythmusstörungen, degenerativen Herzerkrankungen |
Historisches:
Der Fingerhut war in vielen Regionen Europas eng mit der Welt der Feen, Elfen und Waldgeister verbunden. Die glockenförmigen Blüten sahen für die Menschen früher wie kleine Stiefelchen oder Handschuhe aus – passend für winzige Wesen aus der Anderswelt. Daher stammen auch viele volkstümliche Namen und Legenden.
Im Englischen heißt der Fingerhut „Foxglove“. Dazu gibt es verschiedene Deutungen. Eine davon erzählt, dass Feen den Füchsen die glockenförmigen Blüten als kleine Handschuhe oder Schuhe schenkten, damit sie sich lautlos durch den Wald bewegen konnten. Andere Geschichten berichten, dass Elfen die Blüten als Mützen oder Fingerhüte trugen.
In der Volkskunde galt der Fingerhut deshalb oft als magische Pflanze:
Wer ihn pflückte oder achtlos behandelte, konnte angeblich den Zorn der Feen auf sich ziehen. Gleichzeitig wurde die Pflanze wegen ihrer starken Giftigkeit mit Zauberei und der Anderswelt verbunden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen
Möchtest du mehr über Pflanzen lernen, dann schau doch mal hier:
