Schlehensaft selbst herstellen

Fruchtiger Schlehensaft ist ein altbewährtes Hausmittel, stärkt das Immunsystem und wirkt positiv auf Magen und Darm.

Die Zubereitung benötigt etwas Zeit, denn es dauert einige Tage, bis der Saft hergestellt ist. Die Schlehen sollten nach dem ersten Frost gesammelt werden. Durch den Frost verliert die Frucht ihre Bitterstoffe, wird fruchtiger und milder im Geschmack. Alternativ werden die Schlehen einige Tage eingefroren und erst später verarbeitet.

Zutaten für ca. 1,5 Liter Saft

  • 1 kg Schlehen
  • etwa 1,5 l Wasser
  • 100 g Zucker
  • 2 EL Zitronensaft

Zubereitung

  1. Schlehen waschen und mitgepflückte Blättern entfernen, in einem Sieb abtropfen lassen und danach in einen großen Topf füllen.
  2. Wasser in einem zweiten Topf aufkochen lassen und über die Schlehen gießen, darauf achten, dass alle Schlehen mit Wasser bedeckt sind. Deckel auf den Topf geben und das ganze einen Tag stehen lassen.
  3. Nach 24 Stunden die Schlehen mit dem Wasser durch ein Sieb gießen und das Wasser auffangen.
  4. Schlehenwasser wieder in einen Topf geben und erneut aufkochen, danach wieder über die Schlehen gießen, Deckel drauf und wieder einen Tag ziehen lassen.
  5. Dieser Vorgang wird mindestens dreimal wiederholt, wer Zeit hat, wiederholt den Vorgang vier oder fünf Mal, denn der Schlehensaft wird bei jedem aufkochen intensiver.
  6. Am letzten Tag den Schlehensaft abgießen und wieder in den Kochtopf geben, Zucker und  Zitronensaft hinzufügen und einmal sprudelnd aufkochen lassen.
  7. Saft sofort heiß in saubere Glasflaschen abfüllen, verschließen und etikettieren. Gekühlt gelagert hält der Schlehensaft mindestens 12 Monate.
Tipp
Zimt gibt dem Schlehensaft ein besonderes Aroma und passt hervorragend in die kommende Winterzeit.. Zur Immunstärkung wird in der Erkältungszeit täglich ein kleines Schnapsgläschen voll getrunken.

Hier findest du weitere Infos und Rezepte zur Schlehe:

 

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2 Kommentare

    • Friederike auf 12. Oktober 2026 bei 15:10
    • Antworten

    Liebe Carmen,
    kann ich den Schlehensaft auch ohne Zucker kochen? Diesen zum Beispiel mit Xylit ersetzen (wieviel?) oder ist der Saft dann nicht haltbar?
    Vielen Dank und herzliche Grüße, Friederike

    1. Liebe Friederike,

      ja, du kannst den Schlehensaft auch ganz ohne Zucker herstellen oder stattdessen Xylit verwenden.

      Xylit hat ungefähr die gleiche Süßkraft wie Haushaltszucker, du kannst es also etwa 1:1 ersetzen. Ich würde allerdings mit einer kleineren Menge beginnen und nach Geschmack süßen, da Schlehen recht herb und säuerlich sind.

      Wichtig ist die Haltbarkeit: Xylit ersetzt die konservierende Wirkung des Zuckers nicht zuverlässig. Allerdings lässt sich Schlehensaft auch ganz ohne Zucker haltbar machen. Entscheidend sind dabei sauberes Arbeiten und eine ausreichende Erhitzung bzw. Pasteurisierung in geeigneten Flaschen.

      Wenn du den Saft länger aufbewahren möchtest, würde ich ihn nach einer bewährten Anleitung pasteurisieren oder alternativ portionsweise einfrieren. Nach dem Öffnen gehört er in den Kühlschrank und sollte zügig verbraucht werden.

      Herzliche Grüße
      Carmen

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