Weißer Gänsefuß – ein vergessenes Wildgemüse

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Weißer Gänsefuß

Weißer Gänsefuß

Weißer Gänsefuß ist vielen von uns nur als Unkraut bekannt. Er gehört zu den Pflanzen, die dem Menschen folgen. Wir finden ihn auf Mais- und Getreidefeldern und  gerne auch in unserem Gemüsebeet, da er nährstoffreiche Böden mag.

Schmetterlingsraupen sowie anderen Insekten und Vögeln dient er als wichtige Nahrungsquelle. Deswegen sollten wir immer ein paar Pflänzchen im Garten stehen lassen. Bekommen sie einen zugewiesenen Platz, kann man die Aussaat gut im Auge behalten, so dass er sich nicht unkontrolliert vermehren kann (eine große Pflanze beherbergt bis zu 1,5 Millionen Samen).

Beschreibung

Der Weiße Gänsefuß ist eine einjährige Pflanze, mit einer Wuchshöhe zwischen 5 und 300 cm. Ihre Wurzeln erreichen bis zu einem Meter. Gänsefuß wächst aufrecht, ästig und ist oft mehlig bestäubt, besonders im Blütenstand. Den mehligen Belag bekommt die Pflanze durch abbrechende Blasenhaare, in die sie z.B. Wasser oder Salz ablagern kann.  Die Blätter sind gestielt und wechselständig, die Form ist rhombisch-eiförmig, meist unregelmäßig gesägt; die oberen sind schmaler und weniger gesägt. Alles in allem sehen die Blätter dadurch wie Gänsefüße aus, was der Pflanze ihren Namen eingebracht hat.

Die Blüten erinnern an längliche Brokkoli-Rösschen. Die Samen sind schwarz und glänzend.

Gänsefuß in der Küche

Auch für den Menschen kann er aufgrund seines hohen Mineralstoff- und Vitamingehalts ein wertvolles  Nahrungsmittel sein.

Gänsefuss kann vielseitig als Salat oder Wildgemüse verwendet werden.  Die Blätter kann man wie Spinat zubereiten. Er schmeckt gut in Kombination mit Brennnessel oder/und Giersch oder auch Wiesenknöterich.

Kocht man ihn gemeinsam mit Bohnen, wirkt er Blähungen entgegen.

Die leicht geöffneten Blütenstände können wie Brokkoli gekocht werden.

Samen

Die Samen können getrocknet und  dem Mehl zum Backen zugefügt werden. In Indien werden sie zu Grütze gekocht.

Man kann auch Keimlinge oder Sprossen aus den Samen ziehen.  Hierzu 24 Stunden vorher einweichen.

Gänsefuß-Smoothie

Zutaten

  • 1 Hand voll Weißer Gänsefuß
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 1 Avocado
  • 1 Birne
  • 1 Apfel
  • 2 EL Mandelmus
  • 1/4 Bio-Zitrone mit Schale
  • Wasser oder Eiswürfel immer nach eigenem Geschmack

Zubereitung

Alle Zutaten im Mixer zum Smoothie verarbeiten.

 

Gänsefuß-Quiche

Zutaten

Zubereitung

Fein gehackte Zwiebel und Knoblauchzehe in Butter glasig dünsten, grob geschnittene Gänsefußblätter zugeben und kurz zusammenfallen lassen. Eier und Sahne miteinander verquirlen und unter die Gänsefußblätter heben, mit Salz und Pfeffer würzen. Diesen Belag auf einen Quiche-Boden geben und circa 25 bis 30 Minuten bei 200° C backen.

Gänsefußfüllung für Pfannkuchen

Zutaten für vier Personen

  • 400 g Gänsefußblätter
  • 4 EL Butter
  • 8 EL süße Sahne
  • 4 EL geriebener Hartkäse
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss

Zubereitung

Die gewaschenen Blätter trocken tupfen und in der heißen Butter kurz zusammenfallen lassen. Sahne zugeben und bei geringer Hitze 5 bis 8 Minuten köcheln lassen. Die Füllung würzen, Käse unterheben. Dünne Pfannkuchen backen, die Gänsefuß-Masse darauf verteilen und einrollen. Mit Tomatensauce servieren.

Gänsefuß sollte, wegen seines hohen  Saponin- und Oxalsäuregehalts, vor allem roh nicht in zu großen Mengen gegessen werden.

 

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