Liebstöckel – grünes Maggi aus dem Garten

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Kraut mit intensiver Würzkraft und starker medizinischer Wirkung

Liebstöckel  ist nicht jedem ein Begriff, Maggikraut schon eher.

Wer an der Pflanze riecht, denkt automatisch an die Würze in der dunklen Flasche, deren Inhalt aber noch kein Blättchen des gesunden Krauts gesehen hat.

Einzige Gemeinsamkeit – die Würzkraft. Ein paar Blättchen der Pflanze bewirken eine ähnliche Geschmacksintensität wie ein paar Tropfen Maggi.

Liebstöckel ist eine Staudenpflanze, die aus keinem Bauerngarten wegzudenken ist. Der Geruch ist charakteristisch, ihre Würzkraft ausgeprägt. Zum Würzen  können Wurzel, Blätter und Stängel verwendet werden.  Aber Vorsicht, schnell übernimmt der würzige Stock die Hauptrolle in ihrem Gericht.

Passt man nicht auf, übernimmt die Staude auch schnell die Herrschaft im Garten. Wo der Liebstöckel sich wohl fühl, breitet er sich gerne aus.

Was mache ich mit so viel Liebstöckel?

Auch in meinem Garten sprießt er derzeit noch an jeder Ecke und ich möchte mir seinen Geschmack für den Winter konservieren. Also habe  ich in meinem Büchern nach Rezepten zur Haltbarmachung gesucht und bin fündig geworden.

Liebstöckel-Paste konserviert das volle Aroma des Liebstöckels

Zubereitung

120 Gramm Liebstöckelblätter waschen und trocken tupfen. Mit 20 Gramm Salz im Mörser oder einfacher in der Küchenmaschine zu einer Paste verarbeiten. In saubere Gläser abfüllen und dunkel und kühl aufbewahren.

Merke: Auf 6 Teile Liebstöckelblätter kommen 2 Teile Salz

Gibt Suppen und Eintöpfen einen kräftigen Geschmack. Bitte vorsichtig dosieren. Die Würzkraft ist sehr dominant.

Ich habe einen fingerbreit Olivenöl über die Paste gegeben. Das schützt vor Oxidation und erhöht damit die Haltbarkeit.

Einlegen in Essig oder Öl

Eine weitere Methode ist das Einlegen in Essig oder Öl. Die ätherischen Öle des Liebstöckel verbinden sich mit dem Träger, das Aroma des Liebstöckels wird perfekt konserviert.

Öl-Konservierung

Liebstöckel klein hacken und mit Salz in eine verschließbare Glasflasche geben. Wer mag kann Knoblauch oder andere Gewürze zugeben. Dann mit Öl aufgießen. Rapsöl oder Olivenöl eignen sich gut.

Essig-Konservierung

Bei dieser Variante kann man ähnlich vorgehen, sollte jedoch die Pflanzenteile nach zwei Wochen aus dem Essig entfernen. Das Aroma ist dann bereits auf den Essig übergegangen.

Man kann Liebstöckel auch einfrieren, aber er neigt dazu matschig zu werden und verliert sein Aroma ein wenig. Da er viel davon hat, friere ich mir gerne Liebstöckel klein gehackt im Eiswürfelbehälter ein. Man kann die Würfel anschließend in einen Behälter oder Gefrierbeutel im Gefrierfach lagern und hat schnell den Würzkick für die Suppe parat.

Liebstöckel trocknen

Die Pflanze lässt sich gut trocknen. Man sollte die Stängel mit den Blättern kopfüber an einem warmen aber gut durchlüfteten Ort aufhängen. Nach dem Trocknen die Blätter nicht pulverisieren oder zu klein reiben, da sie durch Oxidationsprozesse den Geschmack verlieren.

Auch die Wurzel des Liebstöckel kann getrocknet werden. Hierzu eignet sich ein Dörrgerät oder das Trocknen im Backofen. Anschließend die Wurzel in Stücke schneiden und in einem gut verschließbaren Behälter dunkel lagern.

⇒Hier geht´s zur Heilkraft des Liebstöckels

 

Viel Spaß beim Zubereiten!

 

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