Kräuterbuttermilch für Hunde

Natürliche Helfer aus Küche und Kräutergarten können die Gesundheit unserer Hunde auf vielfältige Weise unterstützen – dazu gehört auch die bewährte Kräuterbuttermilch.

Immer mehr Hundehalter suchen nach natürlichen Möglichkeiten, die Darmgesundheit ihrer Vierbeiner zu unterstützen. Kräuterbuttermilch verbindet die positiven Eigenschaften der Buttermilch mit ausgewählten Kräutern und wird traditionell als Ergänzung bei Verdauungsproblemen, nach Antibiotikagaben sowie begleitend bei Wurmbefall und Giardieninfektionen eingesetzt.

Die enthaltenen Milchsäurebakterien der Buttermilch können zu einem ausgeglichenen Darmmilieu beitragen. Gleichzeitig liefern die Kräuter wertvolle ätherische Öle und sekundäre Pflanzenstoffe, die in der traditionellen Tierheilkunde geschätzt werden.

Die Kräuterbuttermilch kann bei Wurmbefall und ausgeprägten Giardieninfektionen helfen. Sie unterstützt die Darmfunktion und baut sie auf natürlich Weise wieder auf, insbesondere nach einer Antibiotikatherapie. Gesunden Hunden kann sie vorbeugend als Kur verabreicht werden.

 

Zutaten

  • 250 g Bio-Buttermilch
  • 2 EL Bio-Majoran
  • 2 EL Bio-Thymian
  • 2 EL Bio-Oregano

 

Warum gerade diese Kräuter?

Majoran wird traditionell zur Unterstützung der Verdauung eingesetzt.

Thymian enthält ätherische Öle und wird seit Jahrhunderten in der Volksheilkunde geschätzt.

Oregano bzw. Dost besitzt einen hohen Gehalt an ätherischen Ölen und gehört zu den klassischen Kräutern der traditionellen Tierheilkunde.

Zubereitung

Buttermilch in eine Schale geben und mit den gehackten Kräutern mischen, danach mindestens 4 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.

Anwendung

  • Bei schweren Durchfällen oder Giardienbefall  4 x am Tag bis zu 3 EL der Kräuterbuttermilch verabreichen zusätzlich sollte der Hund fasten. Bei kleineren Hunden sollte die Menge entsprechend verringert werden.
  • Nach 1-2 Tagen beginnt man mit dem Kostaufbau (Schonkost) + Kräuterbuttermilch.
  • Nach einer Woche reduziert man die  Kräuterbuttermilchgabe auf  2  Portionen pro Tag. Die Kräuterbuttermilch sollte weitere 14 Tage lang verabreicht werden, also insgesamt 21 Tage.
  • Sollten weitere gesunde Hunde im Haushalt leben, wird empfohlen diese direkt mitzubehandeln. Man verabreicht 2 x am Tag bis zu 3 EL von der Kräuterbuttermilch für 14-21 Tage. Zur Vorbeugung von Wurmbefall wird die gleiche Menge als Kur verabreicht.

 

Nach einer Antibiotikatherapie kann Kräuterbuttermilch ebenfalls über einige Tage als Ergänzung zum Futter angeboten werden, um den Wiederaufbau einer gesunden Darmflora zu unterstützen.

 

Tipp
Es können frische oder getrocknete Kräuter verwendet werden, damit der Hund aber nicht zusätzlich durch Pestizide belastet wird, sollte man Kräuter in Bio-Qualität bevorzugen. Die Kräuterbuttermilch muss gekühlt aufbewahrt werden und je nach nach Bedarf und Menge wieder frisch zubereitet werden. Die Kräuterbuttermilch sollte bei Katzen aufgrund der ätherischen Öle nicht verwendet werden.

 

Wichtig: Die Kräuterbuttermilch ersetzt keine tierärztliche Behandlung. Bei anhaltenden Durchfällen, starkem Gewichtsverlust, Verdacht auf Giardien oder Wurmbefall sowie bei jungen, alten oder geschwächten Tieren sollte immer ein Tierarzt hinzugezogen werden.

 

Quellen

  • Wynn, S.G.; Fougere, B.J.: Veterinary Herbal Medicine
  • Juliette de Bairacli Levy: The Complete Herbal Handbook for the Dog and Cat
  • Rita Schnitzer: Kräuter für Hunde
  • Merck Veterinary Manual – Ernährung und ergänzende Fütterung bei Hunden

 

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