Fichtenspitzenoxymel

Fichtenspitzenoxymel – Waldkraft für die Hausapotheke

Wenn im Frühjahr die jungen, hellgrünen Fichtenspitzen erscheinen, beginnt eine ganz besondere Zeit. Die frischen Triebe tragen die Kraft des Waldes in sich – voller ätherischer Öle, Harze und wertvoller Pflanzenstoffe. Ihr Duft erinnert an klare Waldluft, Harz und frische Frühlingsmorgen.

Eine wunderbare Möglichkeit, diese Kraft haltbar zu machen, ist ein Oxymel. Dabei werden Honig und Essig miteinander verbunden – eine traditionelle Kombination, die seit Jahrhunderten als stärkendes Hausmittel verwendet wird. Zusammen mit Fichtenspitzen entsteht daraus ein aromatisches Waldtonikum, das besonders in der Erkältungszeit geschätzt wird.

 

Wofür kann man Fichtenspitzenoxymel verwenden?

Traditionell wird es eingesetzt:

  • zur Begleitung der Erkältungszeit
  • bei Husten und verschleimten Atemwegen
  • zur Unterstützung von Hals und Rachen
  • als stärkendes Tonikum im Frühjahr
  • zur allgemeinen Kräftigung
  • als aromatische Zugabe in Wasser oder Tee

Die jungen Fichtenspitzen wirken traditionell schleimlösend, anregend und wohltuend für die Atemwege.

 

Rezept: Fichtenspitzenoxymel                        

Zutaten

  • 1 Teil frische Fichtenspitzen
  • 1 Teil naturtrüber Apfelessig
  • 3 Teile Honig

Zubereitung

Die Fichtenspitzen vorsichtig ausschütteln und bei Bedarf kurz abspülen. Anschließend gut trocken tupfen.

Die Spitzen in ein sauberes Glas geben. Honig und Essig miteinander verrühren und über die Fichtenspitzen gießen, sodass alles gut bedeckt ist.

Das Glas verschließen und etwa 2–3 Wochen ziehen lassen. Zwischendurch gelegentlich leicht schwenken.

Danach abfiltern und in saubere Flaschen füllen.

 

Anwendung

  • 1–2 Teelöffel pur
  • in warmem Wasser verdünnt
  • als Zusatz im Tee
  • mit Mineralwasser als Waldgetränk
  • auch kulinarisch interessant über Salaten

 

Hinweis

Verwendet werden nur junge, frische Triebe der Fichte. Wichtig ist eine sichere Pflanzenbestimmung, da nicht alle Nadelbäume gleichermaßen geeignet sind.

Die Ernte sollte immer achtsam und maßvoll erfolgen – niemals alle jungen Triebe eines Baumes entnehmen.

Der Geschmack des Oxymels ist angenehm waldig, leicht harzig und süß-sauer zugleich – wie ein kleiner Schluck Frühlingswald.

 

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