Der Kondurangostrauch ist eine Liane aus der Familie der Seidenpflanzengewächse und stammt aus Südamerika. Die Droge ist erst seit 1870 bei uns bekannt und galt damals vor allem als Heilmittel gegen Syphilis und Magenkrebs. Bisher hat sich diese Wirkung noch nicht bestätigt. Auf alle Fälle lindert er aber den unangenehmen Brechreiz, über den Magenkrebsleidende klagen.
Inhaltsstoffe: 1-3 % Bitterstoffe (Kondurangin mit Bitterwert 600-800), Flavonoide, Kaffeesäure-und Cumarinderivate.
Wirkungen: Anregung der Speichel- und Magensaftsekretion, appetitanregend.
Indikationen: Appetitlosigkeit, Verdauungsbeschwerden. Condurangorinde eignet sich als schwaches Amarum besonders für Patienten, die einen moderaten bitteren Geschmack bevorzugen. Darreichungsformen: Tee, Tinktur, bevorzugt als Condurangowein.
Tagesdosis: 2-4 g Droge, Tinktur 2-5 g, Fluidextrakt 2-4 g.
Nebenwirkungen/Gegenanzeigen: Nicht bekannt.
Präparate: Pankraplex, Neu Dragees oder Neu Lösung (mit Mariendistelfürchten, Sarsaparillenwurzel, Syzygiumrinde).
Teezubereitung: 1 TL Droge mit 1 Tasse heißem Wasser übergießen, 10 Min. ziehen lassen und abgießen. 1 Tasse vor den Mahlzeiten trinken.
Kommission E: Appetitlosigkeit.

