Hamamelis-Salbe selber rühren

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Hamamelis-Salbe herzustellen ist kinderleicht und erfolgt ganz ohne Konservierungsstoffe und chemische Zusätze.

Ein wunder Po bei unseren Kleinsten, wer kennt das nicht. Hamamelis-Salbe pflegt jedoch nicht nur zarte Kinderhaut und Babys Po. Hamamelis-Salbe ist eins der wirksamsten pflanzlichen Hausmittel  und hat den Volksnamen „Zaubernuss“, “Zauberhasel oder “Zauberstrauch” mehr als verdient. Die Salbe wirkt entzündungshemmend, lässt Wunden schneller heilen und sollte in keiner Hausapotheke fehlen.

Die Hamamelis-Pflanze ist ein farbenfroher Winterblüher und bringt, mit ihren gelb-orangen bis roten und zart duftenden Blüten, ein Leuchten in unsere doch eher tristen Wintertage.

Wer eine Hamamelis im Garten hat, kann sich glücklich schätzen und hat die Zutaten für die Salbe direkt vor der Tür.

Ölauszug

Für die Hamamelis-Salbe wir als erster Schritt ein Ölauszug hergestellt.

Zutaten

  • 2-3 Hamamelis-Zweige
  • 15-20 Hamamelis-Blüten
  • 200 ml Mandel- oder Olivenöl

Zusätzlich ein ausgekochtes großes Marmeladen- oder Konservenglas mit Deckel.

Ölauszug herstellen

  1. Hamamelis-Zweige in kleinere Stücke schneiden, die Blüten ebenfalls.
  2. Pflanzenteile in ein ausgekochtes Glas geben und komplett mit Öl übergießen.
  3. Glas in ein Wasserbad stellen und langsam erwärmen.
  4. Das Öl bis maximal 60° C erwärmen, das Wasser darf nicht kochen.
  5. Ungefähr 2 Stunden ziehen lassen, danach abkühlen lassen.
  6. Nach dem Abkühlen das Glas verschließen und 3-4 Tage nachziehen lassen.
  7. Zum Schluss abseihen, in eine dunkle Glasflasche umfüllen und das Beschriften nicht vergessen.

 

Hamamelis-Tinktur herstellen

Als zweiter Schritt wird eine Tinktur für die Salbe hergestellt, die etwas Zeit benötigt.

Zutaten

  • einige Hamamelis-Zweige mit Blüten
  • hochprozentiger Alkohol (z.B. Wodka oder Doppelkorn 40-50%)

Ein großes weithalsige Glas (z.B. Bügelglas).

Zubereitung

  1. Hamamelis-Zweige in kleinere Stücke schneiden und bis knapp zur Hälfte ins Glas füllen, notfalls etwas nach unten ins Glas pressen.
  2. Pflanzenteile komplett mit Alkohol auffüllen und darauf achten, dass alles gut bedeckt ist.
  3. Glas verschließen und an einem warmen Ort 3-4 Wochen stehen lassen, täglich einmal schütteln.
  4. Zum Schluss die Tinktur abfiltern, in eine dunkle Flasche umfüllen und beschriften.

 

Hamamelis-Salbe herstellen

Jetzt wird aus dem Ölauszug und der Tinktur die eigentliche Salbe.

Zutaten

  • 100 ml Hamamelis-Ölauszug
  • 6 g Bienenwachs
  • 40 Tropfen Hamamelis-Tinktur

Ausgekochtes Marmeladen- oder Konservenglas und zum Aufbewahren Salbentiegel oder Aludöschen.

Zubereitung

  • Hamamelis-Öl mit dem Bienenwachs (bitte grammgenau abwiegen, da es die Konsistenz der Salbe bestimmt) in ein feuerfestes Glas geben.
  • Glas in ein Wasserbad stellen und das Bienenwachs im heißen Öl schmelzen lassen, danach sofort aus dem Wasserbad nehmen.
  • Hamamelis-Tinktur gut in das Öl einrühren und die Salbe danach sofort in die Salbentiegel abfüllen.
  • Salbe während des Abkühlens mit einem kleinen Holzstäbchen umrühren, damit sich die Tinktur richtig mit der Salbe verbinden kann.
  • Nach dem Abkühlen die Salbe verschließen und mit Inhalt und Datum beschriften.

 Wirkung: Blutstillend, entzündungshemmend und wundheilungsfördernd.

Verwendung: Bei Windeldermatitis, Schnitt- und Schürfwunden, Prellungen, Sonnenbrand, Mückenstichen, Krampfadern und Hämorrhoiden mehrmals täglich auftragen.

Tipp:  Diese Salbe wird aus einem Ölauszug und einer Tinktur mit frischen Hamamelis-Pflanzenteilen hergestellt. Wer die Tinktur lieber kaufen möchte, geht zum Apotheker seines Vertrauens.

Hier findest du weitere Infos zur Hamamelis:

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Disclaimer
Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der neutralen Information und allgemeinen Weiterbildung. Sie stellen keine Empfehlung oder Bewerbung dar. Der Text erhebt weder einen Anspruch auf Vollständigkeit noch kann die Aktualität, Richtigkeit und Ausgewogenheit der dargebotenen Information garantiert werden. Der Text ersetzt keinesfalls die fachliche Beratung durch eine*n Heilpraktiker*in eine*n Ärztin/Arzt und er darf nicht als Grundlage zur eigenständigen Diagnose und Beginn, Änderung oder Beendigung einer Behandlung von Krankheiten verwendet werden. Konsultieren Sie bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden immer die/den Behandler*in Ihres Vertrauens!

 

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