Hagebutte (Rosa canina L.) – Vitaminspenderin

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Hagebutte

Hagebutte

Beschreibung

Je lichter im Herbst die Hecken werden, desto mehr leuchten uns die reifenden Hagebutten entgegen. Die Natur versorgt uns für den Winter noch mit Früchten, welche unsere Abwehrkräfte steigern, dank ihrem hohen Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Es sind dies hauptsächlich Vitamin C, auch Vitamin B1, B2, E, K, P und H, Provitamin A, die Mineralstoffe Eisen, Magnesium, Natrium, Phosphor und Schwefel, außerdem Fruchtzucker und Fruchtsäuren, Pektin, ätherisches Öl und Gerbstoffe und Schleimstoffe.
Hagebutten zu Konfitüre und Spezialitäten zu verarbeiten ist sehr aufwändig; nach zwei misslungenen Versuchen vor vielen Jahren habe ich mich entschieden, nur noch für Tee zu sammeln

Eigenschaften:Vitamine und Mineralstoffe spendend, stärkend, immunsteigernd, Harn treibend, Stein- und Harngrieß treibend, Blut reinigend.

Sammelzeit:Für Tee werden nur die Früchte der wilden Rose (Heckenrose) gesammelt. Nach dem ersten Frost, im Dezember/Januar/Februar die schönsten und gesunden, reifen Hagebutten vorsichtig pflücken.
Für Konfitüre und Spezialitäten können im Spätherbst auch die großen ergiebigeren Früchte von Zierstrauchrosen gepflückt werden.

Vorrat, Heilmittel herstellen: Trocknen der ganzen Hagebutten ohne Fliege.

Verwendung

  • Hagebuttentee (Fruchtschale und Kerne der Heckenrosen) zur Immunsteigerung
  • bei Fieber und Grippe, als Durstlöscher, in winterlichen Teemischungen. Bei Husten, Schnupfen, Stirnhöhlen- und Nebenhöhlenkatarrh.
  • Selbstgetrocknete Hagebutten mit gekauften Karkadeblüten (Hibiskus) mischen (rote Farbe und säuerlicher Geschmack).
  • Das Fruchtfleisch kann zu Marmelade und Spezialitäten verarbeitet werden, doch habe ich dies nach einigen aufwändigen Versuchen aufgegeben.

 

Hagebutten trocknen für Tee

Falls ich die Hagebutten zum Weichwerden tiefgekühlt habe, lasse ich sie erst mal auftauen. Dann wird die Fliege entfernt und die Hagebutte leicht gequetscht oder halbiert.
Die Früchte werden auf dem Dörrex ausgebreitet und auf Stufe 2 während 1-2 Tagen gut getrocknet. Nun werden sie in einer alten Kaffeemühle oder im Cutter grob gemahlen.
Jetzt gilt es, die feinen Härchen zu entfernen, was gar nicht so einfach ist. Entweder werden sie ausgesiebt oder mittels der Zentrifugalkraft durch leichtes Schwingen in einer Schüssel nach oben befördert und abgeschöpft. Auch das Ausgesiebte wird der gleichen Prozedur unterzogen.
Die Schalen und Kerne ergeben den Hagebuttentee, wobei die Kerne eigentlich zum besseren Aufschließen vor der Zubereitung grob gemahlen werden sollten.

Reiner Hagebuttentee mit Samen wird kalt aufgesetzt, zum Kochen gebracht und 4-5 Minuten auf kleinem Feuer geköchelt.